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    Was ist eine Cold Wallet? – Forbes Advisor Deutschland

    Wenn Du Kryptowährungen besitzt, ist es wichtig, diese sicher zu verwahren. Hierfür eignen sich Cold Hardware Wallets. Erfahre in diesem Artikel, was eine Cold Wallet auszeichnet, worauf Du achten musst und wann Du diese benötigst.

    Cold Hardware Wallet: Was ist das?

    Eine Cold Hardware Wallet ist ein Speichermedium für Kryptowährungen. Das besondere: Sie speichert den Recovery Seed (Wiederherstellungsphrase), den Du brauchst, um auf Deine Coins zuzugreifen, offline. Das macht diese Art von Wallet sehr sicher. Dadurch bist Du nämlich nicht der Gefahr von Hackern ausgesetzt, die es auf Deine Coins abgesehen haben

    Der Recovery Seed ist der private Schlüssel (Private Key) Deiner Wallet. Es handelt sich um eine Reihe von zwölf, 18 oder 24 Wörtern. Damit kannst Du auf Deine Coins zugreifen, selbst wenn Du die dazugehörige Hardware verlieren solltest. Anbieter wie Ledger oder Trezor haben sich darauf spezialisiert, besonders sichere Cold Hardware Wallets auf den Markt zu bringen.

    Der Gegensatz zu einer Cold Wallet ist eine sogenannte Hot Wallet. Diese ist mit dem Internet verbunden und daher anfälliger für Hackerangriffe.

    Sind Cold Hardware Wallets wirklich sicher?

    Zunächst einmal sind Cold Hardware Wallets sehr sicher, da der Recovery Seed nicht online aufbewahrt wird. Um Deine Wallet zu nutzen, musst Du diese aktiv mit einem Rechner verbinden. Zusätzlich benötigst Du die Software des Herstellers. Diese hat zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen.

    Sicher ist Deine Wallet also so lange, wie Du den Recovery Seed sicher verwahrst. Du kannst Deine Wallet zusätzlich mit weiteren Kennwörtern schützen.

    Je nachdem, was für ein Sicherheitschip in der Hardware Wallet implementiert ist, könnten Angreifer den Recovery Seed durch einen physischen Angriff auf die Wallet identifizieren. Hersteller von Hardware-Wallets wie Bitbox, Ledger oder Trezor setzen hier auf Hochsicherheitschips, die man auch mit zusätzlichen Geräten nicht einfach auslesen kann.

    Unhosted Wallets: Will die EU Hardware Wallets verbieten?

    Hardware Wallets haben den Vorteil, dass Du diese nicht registrieren musst. Man nennt sie auch Unhosted Wallets. Das bedeutet, dass man anhand der Wallet nicht direkt schlussfolgern kann, wem diese gehört.

    Die EU plant allerdings, den Markt grundlegend zu regulieren. Sie begründet dies mit dem Geldwäschegesetz. Dadurch könnte bald bei allen Transaktionen, die von Krypto-Börsen ausgehen, klar sein, wem die Adresse der Empfänger-Wallet gehört.

    Lange Zeit war auch von einem Quasi-Verbot von Unhosted Wallets die Rede. Hier musst Du Dir aber keine Sorgen machen. Du kannst auch in Zukunft weiter unregistrierte Hardware Wallets benutzen, um privat an andere Wallet-Adressen Kryptowährungen zu versenden.

    Das neue Gesetz würde also nicht verhindern, dass Du eine Cold Hardware Wallet kaufen und nutzen kannst.

    Vorteile eines Cold Hardware Wallets

    Bei einer Hot Wallet profitierst Du davon, dass Du Deine Coins ohne großen Aufwand verwahren kannst. Zudem sind diese oftmals kostenlos. Der große Nachteil ist allerdings, dass die Wallet online ist. Im Regelfall verfügst Du zudem nicht über den notwendigen Private Key. Das bedeutet, dass Du nicht wirklich über die Coins verfügst.

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    Eine Cold Hardware Wallet kannst Du zwar auch kostenlos erstellen, indem Du einen USB-Stick oder eine CD benutzt. Allerdings haben diese Speichermedien normalerweise keine zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen.

    Welche Vorteile hat es also, wenn Du eine Cold Hardware kaufst und mit dieser Deine Kryptowährungen verwahrst?

    Du kontrollierst Deine Coins selbst (h3)Bei den meisten Cold Hardware Wallets handelt es sich um sogenannte Non-Custodial-Wallets. Nur Du selbst besitzt den Private Key, um auf die Coins zuzugreifen. Das verhindert, dass eine andere Instanz Deinen Zugriff sperrt oder anderweitig auf Deine Coins zugreift.

    Alle Kryptos sind an einem Ort

    Die besten Cold Hardware Wallets unterstützen die gängigsten Kryptowährungen. Mit beliebten Modellen wie dem Ledger Nano S Plus oder dem Ledger Nano X kannst Du über 5.500 digitale Token verwahren. Auch Modelle von Trezor eignen sich für weit über 1.000 Kryptowährungen.

    Deswegen kannst Du im Normalfall alle Deine Kryptowährungen auf einer einzigen Wallet bewahren. Eine Höchstgrenze für die Menge der Coins gibt es nicht.

    Da Du alle Deine Kryptos komprimiert in einer Hardware Wallet hast, kannst Du diese überallhin mitnehmen.

    Übrigens: Wir sprechen zwar davon, dass Deine Coins auf der Wallet liegen. Technisch korrekt sind Deine Coins jedoch stets auf der Blockchain und bleiben auch dort. Die Hardware Wallet ist Dein Tresor für den Private Key einer Wallet-Adresse und beinhaltet die Kryptowährungen nicht wirklich.

    Verlierst Du Deine Hardware-Wallet, kannst Du so noch immer auf Deine Coins zugreifen. Du benötigst lediglich den Recovery Seed.

    Du schützt Deine Kryptowährungen

    Cold Hardware Wallets gelten als besonders sicher, da sie nur selten mit dem Computer und dem Internet verbunden ist. Der Recovery Seed wird permanent offline aufbewahrt.

    Um auf die Coins Deiner Hardware Wallet zuzugreifen, benötigt eine Person entweder den Recovery Seed oder die Wallet physisch sowie die dazugehörige Software und ein Passwort. Dieses Passwort legst Du zu Beginn selbst fest, wenn Du Deine Hardware Wallet einrichtest.

    Verwahrst Du die Kennwörter sicher, hast Du also nichts zu befürchten.

    Du bist anonymer

    Es ist (noch) nicht notwendig, dass Du Deine Hardware registrierst. Daher kannst Du Deine Coins komplett anonym verwahren.

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    Wie anonym Deine Coins sind, hängt davon ab, um welche Kryptowährung es sich handelt und von wo Du diese transferierst.

    Sendest Du zum Beispiel Bitcoins von Deinem verifizierten Coinbase-Account an Deine Hardware Wallet, ist es ganz einfach nachzuvollziehen, wem die Coins auf der Wallet-Adresse gehören. Das liegt an der transparenten Blockchain-Technologie. Daher gilt Bitcoin nur als pseudonym und ist nicht wirklich anonym.

    Was sind die Nachteile einer Cold Hardware Wallet?

    Dadurch, dass die Cold Hardware Wallet Deine Coins sehr sicher verwahrt, ergeben sich einige Nachteile dabei, wenn Du Deine Coins nutzen willst. Denn Du musst stets auf die Hardware Wallet zugreifen können. Zudem musst Du die notwendige Software installieren.

    Der größte Nachteil ergibt sich allerdings durch den größten Vorteil der Cold Wallet. Die meisten Modelle sind nämlich Non-Custodial-Wallets. Du bist selbst für Deine Coins verantwortlich. Verlierst Du die Wiederherstellungsphrase, hast Du keine Möglichkeit mehr, an Deine Coins heranzukommen. Selbst dann nicht, wenn Du nachweisen kannst, dass Du der Besitzer der Coins bist.

    Zudem fallen im Gegensatz zu den meisten Hot Wallets Kosten für eine sichere Cold Hardware Wallet an. Allerdings sind die überschaubar: Rechne jährlich mit etwa 12 bis 30 Euro.

    Tipps für Cold Hardware Wallet Nutzer: Das solltest Du beachten

    Eine Crypto Hardware Wallet ist sehr sicher. Gehe dennoch keinesfalls fahrlässig mit Deiner Wallet um. Treffe daher notwendige Vorkehrungen, um im Fall eines Verlustes wieder auf Deine Wallet zugreifen zu können. In diesem Abschnitt geben wir Dir Tipps, um Deine Cold Hardware Wallet möglichst sicher nutzen zu können.

    Verschlüssele Deine Wallet sicher

    Bei den gängigsten Hardware Wallets musst Du zu Beginn ein weiteres Passwort auswählen, um Dein vor fremden Leuten zu schützen. Wähle hierbei am besten kein persönliche Daten, da diese leichter zu knacken sind.

    Bei Modellen von Ledger kannst Du beispielsweise zu Beginn einen vier- bis achtstelligen PIN-Code festlegen. Wir empfehlen, dass Du die vollen achten Zeichen ausreizt.

    Wenn eine andere Person Deine Hardware-Wallet und das Passwort besitzt, kann er auch Coins transferieren und stehlen. Er hat allerdings nur eine begrenzte Anzahl von Versuchen, um das Passwort einzugeben. Danach setzt sich die Hardware Wallet zurück und Du benötigst den Recovery Seed.

    Verwahre den Recovery Seed sicher

    Zusätzlich ist Deine Wallet also mit dem Recovery Seed, einer Wiederherstellungsphrase, geschützt.

    Du solltest den Recovery Seed niemals einer anderen Person anvertrauen. Mache keine Fotos des Recovery Seeds und speichere diesen zudem nicht digital in einer Word-Datei oder Ähnliches.

    Bewahre die Wiederherstellungsphrase unbedingt offline auf und lege den Zettel mit der Wiederherstellungsphrase an einem sicheren Ort ab.

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    Selbst wenn Du diese zuhause an einem sicheren Ort aufbewahrst, könnten Einbrecher an den Seed gelangen. Es gab auch schon Fälle, in denen ein Hausbrand den Recovery Seed zerstört hat. Das sind alles Szenarien, die eintreten können, auch wenn sie noch so unwahrscheinlich scheinen.

    Verwahre den Recovery Seed an einem Ort auf, der vor Feuchtigkeit geschützt ist. Am besten eignet sich ein Safe oder sogar ein Schließfach bei einer Bank. Es ist auch ratsam, den Recovery Seed zusätzlich auswendig zu lernen oder diesen zwei bis dreimal aufzuschreiben und jeweils an einem anderen sicheren Ort aufzubewahren.

    Halte Deine Software auf dem neuesten Stand

    Auch wenn der Secret Phrase bei einem Ledger beispielsweise stets offline aufbewahrt wird, könnten unter Umständen bei anderen Modellen zukünftig Gefahren durch die Software ausgehen. Diese ist nämlich durchaus für Hacker angreifbar. Update die Software regelmäßig, damit diese stets hohe Sicherheitsstandards einhält.

    Kaufe Hardware Wallets nur von verifizierten Anbietern

    Es gibt immer wieder potenzielle Schnäppchen, um Hardware Wallets auf bekannten Plattformen wie eBay Kleinanzeigen günstig zu kaufen. Wir raten hiervon allerdings ab. Du gehst nämlich das Risiko ein, dass eine andere Person den Recovery Seed besitzt oder die Wallet anderweitig manipuliert ist.

    Kaufe eine Hardware Wallet daher stets beim Hersteller selbst oder zumindest bei einem verifizierten Händler.

    Andere Arten von Cold Storage

    Eine Cold Wallet muss nicht zwingend eine Hardware Wallet sein. Ebenfalls als eine Cold Storage-Methode gelten Paper- und sogenannte Brain Wallets.

    Während bei einer Paper Wallet alle Informationen der Wallet (Private- und Public Key sowie ein QR-Code für schnelle Transaktionen) offline auf einem Stück Papier aufbewahrt werden, merkt man sich diese Informationen bei einer Brain Wallet. Obwohl die Brain Wallet auf den ersten Blick sehr sicher wirkt, hat eine Studie von Bitmex gezeigt, dass diese Private Keys deutlich einfacher zu knacken sind.

    Das liegt vor allem daran, dass wir uns eine zufällige Zeichenfolge weniger gut merken können als ein einfaches Wort. Viele setzen daher auf einfache Passwörter und denken sich, dass sie auf der sicheren Seite sind, da der Private Key schließlich nirgends notiert wird.

    Fazit: Das kannst Du aus diesem Text mitnehmen

    Wir halten fest: Eine Cold Hardware Wallet gilt als eine der sichersten Methoden, um die eigenen Coins zu verwahren. Das liegt daran, dass Hardware Wallets den Recovery Seed nur offline speichern.

    Die uns bekannten Hardware-Wallets sind Non-Custodial-Wallets. Das heißt, nur wir selbst verfügen über die Coins und keine andere Person kann darauf zugreifen. Nicht einmal der Hersteller.

    Wenn wir an die Eigenschaften von Bitcoin wie Zensurresistenz oder Dezentralität denken, verkörpern Non-Custodial-Wallets den Grundgedanken hinter Kryptowährungen. Es gilt im Kryptowährungssektor nämlich: Not your key, not your coins.

    Bewahre vor allem größere Summen auf einer Cold Hardware Wallet auf. Bedenke jedoch, dass Du den Recovery Seed niemals verlegst oder gar verlierst. Denn dann hättest Du Deine Coins unwiederbringlich verloren.

    Wenn Dir das Risiko zu hoch ist, solltest Du Dich vielleicht doch für eine Hot Wallet mit Custodial-Eigenschaften entscheiden. Dann musst Du dem Anbieter der Wallet allerdings zu 100 Prozent vertrauen.

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