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    Was ist Chainlink? Fundamentalanalyse zu LINK

    Oracle-Netzwerke, dezentralisierte Datenanbieter und Integritätsdienste sind für das Smart Contract Ökosystem kein grundlegend neues Konzept. Im Krypto-Sektor besteht ein allgemeines Verständnis dafür, dass derartige Dienste eine notwendige Komponente sind, um die Vision einer vollständig dezentralisierten Technologie zu verwirklichen.

    Nichtsdestotrotz herrscht eine Debatte über die beste Implementierung eines Oracles-Modells.

    Wir unterscheiden die möglichen Konkurrenz-Lösungen für Chainlink in drei Segmente:

    Zentralisierte Oracles, mit Blockchain, mit Token

    Bei zentralisierten Oracles werden zahlreiche Daten von einer Firma oder Institution geprüft und gebündelt. Anschließend werden die Daten von der Firma auf eine Blockchain geladen. Mithilfe von Token kann auf die Daten zugegriffen werden.

    Beispiel: Microsoft Bletchley

    • Als die großen Unternehmen begannen sich mit der Blockchain-Technologie zu befassen, gingen viele Firmen Konsortien ein um eine eigene, nicht-öffentliche, beschränkt zugängliche (permissioned) Blockchain zu entwickeln über die sie die volle Kontrollen hatten. Im Wesentlichen wurde eine Datenbank entwickelt, die lediglich von vorab genehmigten Mitglieder beschrieben und gelesen werden konnte.
    • Zwar existiert für einige große Unternehmen kurzfristig Spielraum für Kosteneinsparungen durch die Nutzung von permissioned Blockchains, jedoch läuft diese Art der Entwicklung eher auf ein Intranet hinaus, anstatt auf eine Basis für öffentliche Smart Contracts. Die kurzfristigen Effizienzsteigerungen bei einigen Back-Office-Funktionen mögen attraktiv sein, aber der Wettbewerbsvorteil der dezentralisierten Technologie ergibt sich aus permissionless (frei zugängliche) Blockchains, die Anwendungen ermöglichen, die insgesamt kein “Back-Office” benötigen. Derzeit koexistieren permissioned und permissionless Blockchains. Dieses Szenario ist auch zu begrüßen, da wir davon ausgehen, dass Unternehmen mit eigenen Lösungen starten, dann auf permissioned Blockchains eher umsteigen und letztendlich auf die permissionless Blockchain wie z.B. Chainlink. Die Unternehmen, die diesen Prozess am schnellsten durchlaufen, können potentiell die größten Vorteile (im Vergleich zu Konkurrenten) aus der dezentralisierten Variante ziehen.

    Dezentrale Oracles, mit Blockchain, ohne Token

    Das Projekt von Oraclize stützt sich nicht auf einen eigenen Token zur Erleichterung der Datendienste, sondern bieten stattdessen API-Werkzeuge für Smart Contract Entwickler an, um DApps mit Daten zu speisen. Der Vorteil dieses Modells besteht darin, dass es Entwickler völlige Flexibilität bietet. Die Datenquelle kann ausgewählt werden, als auch das entsprechende Format sowie die Datenschutzbestimmungen für sensible Informationen.

    Beispiel: Oraclize.it

    Wir glauben, dass dieses Modell gegen Chainlink aus zwei Gründen nicht standhalten kann:

    • Erstens, für jeden Smart Contract Entwickler, der Datendienste integrieren muss, ist es eine zusätzliche Arbeit und weitaus komplexer, neben dem eigentlichen Smart Contract noch weitere Einstellungen programmieren zum müssen. Zum Vergleich: iPhone-Entwickler müssen die zugrunde liegenden Bibliotheken und Systeme, die in iOS eingebaut sind, nicht neu erstellen und können sich stattdessen ausschließlich auf die Erstellung ihrer App konzentrieren.
    • Zweitens, die Netzwerkeffekte aus einem runden System, wie es Chainlink aufgebaut hat, ist eine starke Kraft, die die besten Datenanbieter und die größten Zahlungsanbieter in ein Netzwerk treiben wird, anstatt ständige individuelle Lösungen zu entwickeln für jeden einzelnen Smart Contract.

    Dezentrale Oracles, mit Blockchain, mit Token

    Wir glauben, dass die ersten Anwendungsfälle für Oracle Anbieter wie Chainlink sich auf den DeFi-Bereich, vor allem auf Unternehmensebene, beschränken wird. Dass verbraucherfreundliche DApps entwickelt werden, die auch noch Akzeptanz erfahren, ist derzeit noch unsicher. Gerade Chainlink hat diesen Trend erkannt und sich stark auf den DeFi-Bereich spezialisiert, im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern. Chainlink besitzt derzeit, auch durch die Kooperation mit Swift, die besten Chancen am Markt, die dominante Datenschnittstellen für Finanz-Smart-Contracts zu werden.

    Beispiel: Streamr

    Andere Token-basierte Modelle (z.B. Streamr)

    • Es existieren andere wettbewerbsfähige Projekte, die an ähnlichen dezentralisierten Oracle-Netzwerken arbeiten. Diese Projekte verfolgen den gleichen Ansatz wie Chainlink und verwenden Token als Zahlungsmittel sowie als Anreiz für Datenanbieter. Jedes Krypto-Projekt verfolgt einen spezifischen Ansatz für dezentralisierte Daten Oracles, indem es sich auf bestimmte Features für bestimmte Datenanbieter spezialisiert.
    • Der Markt für dezentralisierte Datenanbieter ist kein “winner-take-all” Markt. Wenn ein Datenanbieter versiert ist, wird er für jede Plattform Oracles entwickeln, mit denen er Gewinne einfährt. Streamr hat seinen Service um die Bereitstellung der am einfachsten zu bedienenden Tools herum aufgebaut. Sie verfügen über einen “visuellen Editor”, der Drag&Drop-Funktionalität für die Oracle Erstellung ermöglicht.

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