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    Wallets für Kryptowährungen: So sicherst du deine Bitcoins und Co

    Wallets für Kryptowährungen: So sicherst du deine Bitcoins und Co

    Um mit Kryptowährungen zu handeln, brauchst du ein Wallet. Soweit, so gut. Aber woher bekommst du dein Wallet eigentlich? Musst du selbst aktiv werden und es einrichten? Wie funktioniert das System und wie ist das mit der Sicherheit? Wir haben für dich die wichtigsten Fragen rund ums Thema Krypto-Wallet recherchiert.

    Was ist ein Wallet?

    Je nach Art hat dein Wallet verschiedene Funktionen. In der Regel kannst du damit Kryptowährungen

    • empfangen,
    • verwalten und
    • versenden.

    Wenn du mit Kryptowährungen handeln, sie also kaufen oder verkaufen möchtest, tust du das über dein Wallet. Auch wenn du etwas online mit einer Kryptowährung kaufst oder deine Kryptos in physisches Geld, zum Beispiel in Euro oder Dollar, umwandeln willst, läuft das über dein Wallet.

    Oft werden Wallets als digitale Geldbörse bezeichnet. So ganz stimmt das aber nicht, denn: Im Wallet selbst werden deine Kryptos nicht aufbewahrt. Kryptowährungen liegen immer auf der Blockchain. Das Wallet verwaltet also gar nicht deine Coins, sondern ist ein Speicherort für die Keys, die kryptischen Schlüssel zu deinen Coins. Die brauchst du, um auf deine Public Address in der Blockchain und damit auf deine Kryptowährungen zugreifen zu können.

    Wie funktioniert ein Wallet? Keys und Signaturverfahren

    Bei der Einrichtung generiert dein Wallet zuerst deine Seed-Phrase, oder auch deinen Root Key. Der Seed besteht aus 12, 18 oder 24 Wörtern, aus denen deine Private und Public Keys abgeleitet werden. Den Seed musst du schützen und sicher verwahren, denn ohne ihn verlierst du den Zugriff auf dein Wallet, damit auf deine Private Keys und damit auf deine Coins. Es gibt keine Möglichkeit, einen verlorenen Seed wiederherzustellen.

    Aus dem Seed kann eine nahezu unbegrenzte Anzahl an Public und Private Keys erstellt werden. Konkret: Gibst du deinen Seed in der richtigen Reihenfolge in die Oberfläche deines Wallets ein, wird die Wortfolge mithilfe von Formeln in eine Kette aus Zahlen und Buchstaben umgewandelt. Die kann zum Beispiel so aussehen: L3SgtZFTzasR9dkTt9PbW8a8hWu8Ap3ErBn7zBkuLf386nXTCicp.

    Public und Private Key werden immer paarweise generiert, wobei man vom Private Key den Public ableiten kann, nicht aber umgekehrt. Dieses Sicherheitsfeature nennt sich One-Way-Hash-Funktion.

    Wie funktioniert eine Transaktion?

    Den Public Key übermittelt das Wallet an alle, die Bitcoins, Ethereum, Ripple und Co. an dein Wallet übertragen wollen. Er ist vergleichbar mit der IBAN für dein Girokonto.

    Den Private Key kennst dagegen nur du. Er entspricht dem Passwort für dein Girokonto. Du brauchst ihn, um dem Netzwerk zu beweisen, dass du der Besitzer oder die Besitzerin der jeweiligen Kryptowährung bist. Er darf nicht an Dritte weitergegeben werden, denn sonst erhalten sie Zugriff auf deine Coins, können sie also abheben und ausgeben.

    Wallets für Kryptowährungen: So sicherst du deine Bitcoins und Co

    Willst du Bitcoins an ein anderes Wallet versenden, brauchst du drei Dinge:

    • den Public Key des Wallets, an das du deine Bitcoins transferieren willst,
    • die Menge an Bitcoins, die du versenden willst und
    • einen Private Key.

    Mit dem Private Key signierst du deine geplante Transaktion. Anschließend sendest du die Informationen über die Transaktion mit deiner Unterschrift aus deinem Wallet an das Bitcoin-Netzwerk. Dort wird sie von Bitcoin-Minern verifiziert und in den Transaktionsaktionsblock gesetzt – deine Bitcoins sind beim Ziel-Wallet angekommen!

    Podcast von Kryptohelden: Wallets, Keys und Securitys

    Arten von Krypto-Wallets und ihre Sicherheit

    „Das“ Wallet gibt es nicht. Stattdessen hast du die Wahl zwischen verschiedenen Arten von digitalen Geldbörsen. Für welche du dich entscheidest, hängt davon ab, wie du dein Kryptovermögen nutzen und wie gut du dich absichern möchtest.

    Grundsätzlich sind Hardware- und Software-Wallets sowie Hot und Cold Wallets zu unterscheiden. Wir erklären dir, wo genau die Unterschiede liegen und welches Wallet für dich am besten geeignet ist.

    Wallets für Kryptowährungen: So sicherst du deine Bitcoins und Co

    Software-Wallet: Das Software-Wallet ist die verbreitetste Variante. Sie hat entscheidende Vorteile: Erstens brauchst du dir keine zusätzliche Hardware zuzulegen und zweitens hast du keinen großen Aufwand: Du installierst einfach die Software, die zeigt dir deinen Seed und generiert daraus dann deine Private Keys.

    Der Nachteil: Bei Software-Wallets tauchen oft Bugs auf und es gibt Sicherheitslücken.

    Hardware-Wallet: Eine Hardware-Wallet ist in der Regel ein Gerät, das sich über USB anschließen lässt. Deine Keys befinden sich also letztlich auf einer Art USB-Stick. Die Besonderheit dieses Sticks: Er hat einen Sicherheitsspeicher, der es erlaubt, deinen Seed und damit deine Private Keys getrennt von der Unterschrift aufzubewahren, die du ins Netzwerk schickst. Damit kann das gespeicherte Geld nicht unverschlüsselt aus ihm herausgelesen werden. Hardware-Wallets gelten als sicherste Variante für Privatanleger:innen, sind aber leider auch vergleichsweise teuer.

    Hot Wallet: Hot Wallets funktionieren immer online und sind in der Regel Custodial-Wallets. Das bedeutet, dass sie von einem Anbieter verwaltet werden. Fast alle Kryptobörsen bieten Hot Wallets an. Der Vorteil: Du brauchst nur einen Account bei einer der Börsen erstellen und kannst deine Transaktionen dann ganz einfach über die jeweilige Plattform händeln.

    Es bedeutet allerdings auch eine Sicherheitslücke, denn du verwaltest deine Private Keys nicht selbst, sondern lässt sie von der jeweiligen Krypto-Börse verwalten. Sollte sie gehackt werden, sind deine Private Keys ebenfalls gehackt und damit ist dein Kryptovermögen weg.

    Cold Wallet: Das Cold Wallet funktioniert offline, zum Beispiel via USB. Du überträgst also deine Transaktion mit einem USB-Stick auf eine Wallet, die offline betrieben wird. Das kann zum Beispiel ein Computer sein, der keinen Internetanschluss hat. Auf dem Computer wird die Transaktion unterschrieben, das heißt, dein Offline-Wallet generiert anhand deines Private Keys eine Signatur. Diese Unterschrift transferierst du dann wieder mittels USB-Stick ins Netzwerk und führst so deine Transaktion aus.

    Der Vorteil: Da das Wallet nicht mit dem Internet verbunden ist, kann es nicht gehackt werden. Cold Wallets sind also sehr sicher und werden deshalb vor allem von Krypto-Börsen genutzt, bei denen es um Millionen von Kundengeldern geht. Für dich als Privatperson kommt es aber eher nicht in Frage.

    Häufige Fragen

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