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    NFTs vs Kryptowährungen – was sind die Unterschiede?

    • Fungibilität liegt vor, wenn Güter immer nach bestimmten Eigenschaften bestimmt werden können und austauschbar sind • Kryptowährung ist nicht gleichbedeutend mit Kryptogeld • NFTs sind digitale Vermögenswerte, die nicht ohne Weiteres austauschbar oder ersetzbar sind

    Die Begriffe Fungibilität und Token

    Um den Unterschied zwischen Bitcoin, anderen Kryptowährungen (fungible Token) wie Mooncoin, Tether und NFT (non-fungible Token) verstehen zu können, ist es wichtig, zunächst die Begriffe Fungibilität und Token zu klären. Die Webseite Blockchainwelt bezeichnet Token als „eine Kryptowährung, die auf einer vorhandenen Blockchain oder einem bestehenden Protokoll aufgebaut ist“. Diese stellen in der Regel ein Asset oder Dienstprogramm dar. Die am häufigsten genutzte Blockchain ist Ethereum.

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    Im Wirtschaftslexikon Gabler definieren Prof. Dr. Wolfgang Breuer und Kollegen den Begriff der Fungibilität als „Eigenschaft von Gütern, Devisen und Wertpapieren, bspw. nach Mass, Zahl oder Gewicht bestimmbar und ohne Weiteres auswechselbar oder austauschbar zu sein.“ Laut btc-echo liegt Fungibilität dann vor, wenn „ein Gramm pures Gold […] so viel wert wie ein anderes Gramm pures Gold“ ist. Der Bitcoin-Experte Jörg Hermsdorf betont in einem Gastbeitrag für das Börsenportal Focus Money, dass Währungen fungibel sein sollten, um für einen effizienten Tauschvorgang und eine effiziente Wirtschaftlichkeitsrechnung zu sorgen.

    Kryptowährungen und Krypto-Geld

    Nach Angaben von CoinMarketCap gibt es mittlerweile über 15’000 verschiedene Kryptowährungen. Viele kopieren jedoch nur die Elemente von Bitcoin. Jörg Hermsdorf zufolge besteht das Ziel in der Regel nicht darin, ein besseres Geld, sondern nur eine alternative Währung zu schaffen. Die Vielfalt ist bei Kryptowährungen auch grössere als bei Kryptogeld. Das mache den Handel und die Spekulation deutlich riskanter und unübersichtlicher, betont Hermsdorf.

    Für die Spekulation mit Kryptogeld sei es entscheidend, dass die Grundgeldmenge M0 durch ein Kryptogeld wie Bitcoin ersetzt wird. Diese Grundgeldmenge wird derzeit massgeblich von einer kleinen Gruppe der Notenbanken verwaltet. Sollte dies nicht gelingen, wird nach Aussage von Hermsdorf auch im 21. Jahrhundert das Fiat-Geld dominieren.

    In Bezug auf die Spekulation mit Kryptowährungen stellt sich die Frage, welche der Technologien das grösste Potenzial für Sichteinlagen, Quasigeld, Kreditgeld usw. aufweist. Laut Hermsdorf sind Kryptowährungen volatiler und ungewisser als Kryptogeld. Es seien zwar einige Menschen mit dem Handel von Kryptowährungen Millionäre geworden, doch genauso viele haben ihren Gewinn wieder verloren.

    NFTs drücken individuelle Wertvorstellungen aus

    NFTs (non-fungible Token) sind digitale Vermögenswerte, die nicht austauschbar oder ersetzbar sind. Hermsdorf zufolge können mithilfe von nicht-fungiblen Vermögenswerten individuelle Wertvorstellungen ausgedrückt und für andere Menschen sichtbar gemacht werden. Die Dinge haben oftmals einen historischen oder emotionalen Wert. NFTs basieren genauso wie die meisten Kryptowährungen auf einer Blockchain. Dadurch können aktuelle und historische Besitzverhältnisse eindeutig zugeordnet werden. Hermsdorf verweist ausserdem auf vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit NFTs. Neben digitalen Kunstwerken und Musikstücken gibt es auch Gegenständen aus Computerspielen, wie z.B. neue Schuhe für den eigenen Fortnite-Avatar. Hermsdorf zufolge überdecke der derzeitige Hype jedoch die konzeptionellen Beschränkungen von NFTs.

    Ist Bitcoin Kryptogeld?

    2009 wurde der Bitcoin entwickelt und von Erfinder Satoshi Nakamoto als elektronisches Cash-System deklariert. Hermsdorf weist darauf hin, dass der Begriff Cash verschiedene Bedeutungen haben kann. Zum einen kann Cash das allgemein akzeptierte Zahlungsmittel sein. Zum anderen kann die Bezeichnung bedeuten, dass Geschäfte durch die Zahlung mit Cash final abgeschlossen sind und kein Gegenparteirisiko mehr für die Cash-Empfänger besteht.

    Bitcoin kann als Zahlungsmittel oder als Wertspeicher verwendet werden. Aufgrund der Vielfalt an Zahlungsmitteln in der westlichen Welt, wird der Bitcoin hier eher als Wertspeicher genutzt. Es gibt jedoch auch Länder, in denen der Bitcoin das einzig verfügbare elektronische Zahlungsmittel darstellt, so der Experte Hermsdorf. Je nach Blickwinkel kann es sich bei Bitcoin also um Kryptogeld, ein Kryptoasset oder um eine Kryptowährung handeln. Inzwischen investieren nicht nur Unternehmen und Anleger in Bitcoin, sondern auch die ersten Staaten, wodurch das nationale Währungsmonopol immer mehr in den Hintergrund tritt.

    M. Wieser / Redaktion finanzen.ch

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