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    Mehr Rendite beim Anlegen? Wie man effizient in Bitcoin investiert

    In traditionellen Märkten wie dem Aktienmarkt gibt es keine Live-Ansicht, welche großen Investoren gerade Aktien kaufen oder verkaufen (gewisse Investoren müssen dies publik machen, aber nur verzögert). Dank der transparenten Blockchain ist dieses Beobachten bei Bitcoin möglich. Dieser Artikel analysiert die Anzahl der Nutzer, die unterschiedliche Mengen an Bitcoin halten, und Käufer, die anhand von Momentum investieren. Die beiden Methoden werden mit einem regelmäßigen Investieren verglichen und zum Schluss wird die effektivste Methode evaluiert, um sein Kapital in Bitcoin effizient zu investieren. Natürlich spiegelt die Zukunft nicht die Vergangenheit, aber Parallelen gibt es oft

    Analyse der Bilanzen-Kohorte

    Bevor das Verhalten unterschiedlicher Kohorte analysiert wird, werden dessen Kategorien definiert. Die Bilanz-Kohorte starten mit der Anzahl an Bilanzen, welche mindestens 0.001 Bitcoins halten, und werden dann jeweils um eine Größenordnung größer. Auf die vorherige Kategorie folgt also ≥0.01, ≥0.1, ≥1 und so weiter bis ≥100.000 BTC.

    Ebenfalls wird das Momentum-Kaufen anhand vom RSI-Index gemessen. Der RSI misst die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Bitcoin-Preises und vergleicht diese mit historisch unter- und überbewerteten Preisen. Dargestellt wird ein Wert, welcher zwischen 0 und 100 oszilliert.

    Es folgen alle 17 analysierten Kategorien und anschließend deren Erträge über 10, 5, 2 und einem Jahr. Die Daten reichen vom 18. Juli 2010 bis zum 13. Mai 2022, da für diesen Zeitraum relevante Daten inklusive USD-Preis verfügbar sind. Mit “einem Jahr” sind die letzten 12 Monate gemeint, nicht das Kalenderjahr.

    Falls Anfangs einer Woche das Kriterium der jeweiligen Kategorie stimmt, etwa, dass der RSI unter 35 ist, investiert unser Testnutzer 100 USD in Bitcoin. Falls nicht, wird in der nächsten Woche doppelt so viel investiert (und so weiter). Am Ende wird das investierte Geld und der Restbetrag, welcher noch nicht investiert wurde, mit dem aktuellen Wert der akkumulierten Bitcoins verglichen, um die Rendite zu bestimmen. Dies soll aufzeigen, welcher Kohort am effektivsten Kapital einsetzt, um möglichst viele Bitcoin zu erwerben.

    Wie können diese Resultate interpretiert werden? Es scheint auf den ersten Blick keinen klaren Sieger zu geben. Es gibt jedoch zwei interessante Trends.

    Adressen-Kohorte dominieren

    Bis auf die Verlustvermeidung von niedrigen RSI-Werten in den vergangenen 12 Monaten, erzielen Bilanz-Investoren langfristig bessere Renditen als die RSI-basierten Käufer.

    Durchschnittskosteneffekt am vernünftigsten

    Wie langjährige Bitcoin-Investoren wohl bereits erwarten, ist ein regelmäßiges Investieren (Fall 1) sehr attraktiv. Nicht nur die Rendite überzeugt, auch der Aufwand ist minimal, da keine Blockchain-Analyse nötig ist. Anhand von diesen beiden Gründen ist das sogenannte “Dollar-Cost-Averaging”, kurz DCA, eine vielversprechende Methode. Auch akademische Artikel stimmen mit dieser These überein. Doch wie funktioniert DCA genau?

    Das primäre Ziel des DCA-Effekts, auf Deutsch Durchschnittskosteneffekt, ist es, das Timing-Risiko zu reduzieren. Mit Timing-Risiko ist gemeint, zum Beispiel sein ganzes Geld als Einmalanlage bei Höchstkursen investiert zu haben. Um dies zu vermeiden wird ein festgelegter Betrag regelmäßig, zum Beispiel monatlich, investiert, um, wie der Name bereits verrät, einen durchschnittlichen Preis zu ermöglichen. Bei Vermögenswerten mit Kursschwankungen ist dies attraktiv, da nicht nur das Timing-Risiko vermieden wird, sondern bei sinkenden Kursen mehr Bitcoin für den festgelegten Betrag eingekauft werden kann.

    Ein Beispiel veranschaulicht diesen Effekt. Die folgende Grafik vergleicht eine Einmalanlage von 1.000 Euro und eine monatliche Anlage von 100 Euro über 10 Perioden. Der Preis ist links in Blau und der Verlauf der beiden Konten ist rechts in Orange und Grau.

    Anhand von diesem Beispiel ist zu sehen, wie durch regelmässige Investitionen von günstigeren Kursen profitiert werden kann. Die Schlussbilanz nach 10 Monaten beträgt dank DCA statt 1.600 Euro bedeutend mehr, spezifisch 2.660 Euro. Dies entspricht einem Überschuss von 1.060 Euro, oder + 66 Prozent.

    Zu beachten sind mögliche Mindestgebühren bei gewissen Börsen, welche frequente Investitionen unattraktiv machen.

    Fazit

    Die Analyse der Veränderung von Bilanz-Kohorten und RSI-Werten hat keine eindeutigen Vorteile gegenüber einem Durchschnittskosteneffekt gezeigt. Trotz einzelnen Fällen bei individuellen Zeithorizonten, lohnt es sich langfristig einen fixen Betrag zu einem vordefinierten Intervall zu investieren, um vom Durchschnittskosteneffekt zu profitieren. Dadurch wird das Timing-Risiko minimiert und von günstigen Kursen profitiert.

    Über den Autor

    Jonas Affolter ist Geschäftsführer von Affolter Consulting und als Bitcoin-Berater in der DACH-Region tätig. Auf seiner Homepage führt er einen Blog, in welchem er Bitcoin-relevante Themen erklärt, seine Meinungen darlegt und Marktupdates veröffentlicht.

    E-Mail: info@jonasaffolter.ch

    Web: jonasaffolter.ch

    Haftungsausschluss

    Dieser Artikel ist nicht als Anlageberatung gedacht und dient nur zu Informationszwecken. Die in diesem Artikel erwähnten Ansichten wurden vom Autor verfasst und können Fehler enthalten.

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