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    BÖRSE ONLINE – Seit 1987, Deutschlands erstes Börsenmagazin

    In den vergangenen Jahren hat insbesondere der Bitcoin für eine große Aufmerksamkeit an den Finanzmärkten gesorgt. 2009 – im Jahr seiner Erfindung – kostete eine Einheit der ältesten Kryptowährung lediglich 0,08 Cent. An seinem Rekordhoch Ende vergangenen Jahres musste ein Anleger rund 60.000 Euro für einen Bitcoin zahlen.

    Überblick zu Kryptowährungen

    Eine sogenannte Kryptowährung ist eine digitale Währung. Genau wie Geld kann man sie handeln und tauschen. Das Bitcoin-System basiert auf der sogenannten Blockchain-Technologie und ist dezentral aufgebaut. Der Coin kann direkt zwischen den Besitzern versendet werden und passiert dabei keine finanzielle Institution. Neben Bitcoin ist Ethereum der größte Name im Kryptouniversum. Zusammen machen die beiden Cyber-Devisen mehr als die Hälfte des gesamten Kryptomarktes aus.

    Daten von Statista zufolge sind die meisten Besitzer einer Internetwährung jünger als 35 Jahre und sehen eine Investition etwa als Wachstumsinvestition, als Experiment, zur Diversifizierung oder haben einfach Angst, nicht mit dabei zu sein. Umgangssprachlich nennt man das FOMO: „Fear of missing out“. Neben Privatanlegern sind auch Unternehmen am Kryptomarkt aktiv. So twitterte etwa Elon Musk, der Chef des Autobauers Tesla, die Meme-Währung Dogecoin für Merchandise Artikel akzeptieren zu wollen. Tesla ist zudem selbst in Bitcoin investiert sowie der Finanzdienstleister Block (ehemals Square).

    Im Vergleich zu anderen Anlageklassen, wie Gold oder Aktien, ist der Kryptomarkt noch recht klein. Die Kurse der Coins sind daher hoch volatil, was die praktische Nutzung limitiert. Zudem sind einige Länder den Internet-Währungen gegenüber negativ eingestellt und regulieren den Markt. So hat beispielsweise China das Bitcoin-Mining, also das Schöpfen neuer Coins, verboten. Jüngst äußerte sich auch die russische Notenbank zu einem möglichen Kryptowährungsverbot.

    Was sind NFTs?

    Ein weniger bekannter Markt sind Non-Fungible-Tokens (kurz NFT). Genau wie Kryptowährungen basieren sie auf der Blockchain-Technologie, dienen aber einem anderen Zweck. Ein NFT ist etwa ein digitales Unikat. So wurde jüngst die erste SMS der Welt als NFT verkauft. Im Gegensatz zu Kryptowährungen kann man die digitalen Güter nicht gegeneinander tauschen. Denn sie unterscheiden sich aufgrund ihrer Nachfrage und Seltenheit im Preis.

    Der Markt für NFTs nimmt an Beliebtheit zu. So schrieb die Nachrichtenagentur Reuters, dass der Markt der Non-Fungible-Tokens 2021 die Summe von 25 Milliarden US-Dollar erreicht habe. Während der Trend im Gaming- und Kunstbereich begann, stieg der Anteil für Sammlerstücke stark an. Auch Unternehmen reagieren auf den neuen Hype. So versteigerte vergangenes Jahr der Getränkehersteller Coca-Cola eine Reihe NFTs. Zu den versteigerten Sammlerstücken gehört etwa eine Jacke die im virtuellen Metaverse getragen werden kann.

    Beim Investieren in NFTs sollte das Risiko von starker Volatilität, also Preisschwankungen, bedacht werden. Je nach Nachfrage kann der Preis in die Höhe schießen oder in einem Verlust enden. Wer sich dessen bewusst ist und in NFTs investieren will, kann das auf einem entsprechenden Marktplatz wie etwa Binance tun. Die meisten NFTs basieren dabei auf der Ethereum-Blockchain. Daher ist die Kryptowährung Ether das bevorzugte Zahlungsmittel. Eine Virtual-Reality-Umgebung, welche NFTs und die Blockchain-Technologie nutzt, ist das sogenannte Metaverse.

    Was ist das Metaverse?

    Spricht man vom Metaverse denken die meisten Menschen vermutlich an Facebook. Denn vergangenes Jahr erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg, den US-Konzern in „Meta“ umzubenennen. Aber das Metaverse ist mehr als ein Produkt des Social-Media-Unternehmens. Es ist ein Konzept über eine virtuelle Parallelwelt. Dort könnte eine neue Art des Zusammenlebens oder des Arbeitens in diesem digitalen Universum entstehen. Auch Massenevents wie Konzerte sind vorstellbar. Eine dezentrale virtuelle Welt auf Basis der Ethereum-Plattform ist zum Beispiel Decentraland.

    Auf den Metaverse-Trend setzen vermehrt auch große Unternehmen. So öffnete etwa der Technologiekonzern Samsung seinen New Yorker Flagshipstore im Metaverse über Decentraland. In den digitalen Umgebungen wie Decentraland oder Sandbox ist es möglich virtuelle Immobilien zu kaufen. So kaufte das digitale Investmenthaus Republic Realm ein über vier Millionen Dollar teures Grundstück in der virtuellen Welt von Sandbox. Ob sich das Metaverse durchsetzen wird und sich künftig Menschenmassen durch die digitalen Welten bewegen, bleibt abzuwarten.

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