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    Auseinandersetzung: Chinas Regierung und die Kryptowährungen

    Die chinesischen Behörden versuchen fast seit dem Erscheinen der ersten Kryptowährung, die Verbreitung dieser einzudämmen. Dieser Text zeigt die Geschichte des Kampfes der chinesischen Regierung gegen digitale Vermögenswerte.

    2009: Virtuelle Währungen, reale Verbote

    Nur sechs Monate nach der Einführung der ersten Kryptowährung erließen die chinesischen Behörden das erste Verbot für virtuelle Vermögenswerte. Dies hatte jedoch nichts mit Bitcoin zu tun – die Regierung hatte mit der weiten Verbreitung von QQ-Coin zu kämpfen. Es handelt sich um eine virtuelle Währung des chinesischen Messengers QQ, mit der man zum Beispiel digitale Postkarten kaufen und Boni in Spielen erhalten konnte.

    2013: Krypto-Boom und Repressionen

    Im Jahr 2013 entstanden in China zwei Unternehmen, die noch immer zu den Branchenführern gehören: die Kryptowährungsbörse Huobi und der Mining-Ausrüstungshersteller Bitmain.

    Aber nicht alles ist dabei glatt gelaufen. Anfang Dezember verbot die Chinesische Volksbank den Finanzinstituten des Landes, Bitcoin-Transaktionen durchzuführen. Als Grund dafür nannte die Aufsichtsbehörde, dass die erste Kryptowährung eine virtuelle Ware ist, die keinen rechtlichen Status hat. Daher kann es nicht als Zahlungsmittel verwendet werden.

    2017: ICO-Verbot und Schließung von Börsen

    Bereits 2015 war China weltweit führend im Mining: Vier Pools aus diesem Land – F2Pool, AntPool, BTCC Pool und BW.com – waren für die Hälfte der gesamten Hash-Rate des Bitcoin-Netzwerks verantwortlich. Und eine Zeit lang blieb der Status quo erhalten – die chinesischen Behörden verschärften die Bitcoin-Politik nicht, und Miner und Börsen arbeiteten wie gewohnt weiter.

    Während des Kursanstiegs im September geschahen in China gleich zwei Dinge: Erstens verboten die Behörden das Initial Coin Offering (ICO) in dem Land. Die Chinesische Volksbank begründete dies damit, dass die Organisatoren unter dem Deckmantel einer ICO illegale Geldbeschaffung betrieben.

    Etwa eine Woche später wurde bekannt, dass die chinesischen Behörden beabsichtigen, alle lokale Krypto-Börsen zu schließen. Diese Information wurde bis zum 19. September bestätigt – dann wurde den Handelsplattformen in Peking und Shanghai angewiesen, den Betrieb in naher Zukunft einzustellen. Etwa zur gleichen Zeit kündigte die BTCC, die damals größte Börse Chinas, an, dass sie ihren Betrieb einstellen würde. Wenn man diese Tendenz betrachtet könnte man durchaus vermuten, dass die kommende Zeit der entwicklung der Crypto-Industrie auch nichts gutes bringen wird. Deshalb empfehlen wir jedem, der sich mit diesem Thema in China beschäftigt, möglichst schnell das Land oder seine Tätigkeit zu wechseln. Für diejenigen, die ihre erste Schritte in diesem Bereich machen, wollen wir darauf hindeuten, dass ohne grundlegende Analyse man hier nicht erfolgreich sein kann. Wenn man dabei hilfe braucht, können solche Softwaren wie bitcoin code sehr behilflich sein. Und wir gehen ins Jahr 2021.

    2021: Ein weiteres Verbot und die Flucht der Miner ins Ausland

    Das Pandemie Jahr 2020 verlief für Bitcoin in China relativ ruhig. Nach dem katastrophalen Einbruch im März, der als Schwarzer Donnerstag bezeichnet wurde, schwankte der Bitcoin lange Zeit zwischen 8.000 und 11.000 Dollar. Gegen Ende des Jahres stieg der Kurs jedoch stark an und erreichte nach mehreren Ausschlägen am 13. April 2021 einen neuen Rekordwert von 63.503,46 Dollar.

    Parallel dazu hat China aktiv seine eigene nationale digitale Währung (Central Bank Digital Currency, CBDC) entwickelt und mehrere Experimente durchgeführt, um sie im Jahr 2020 einzuführen.

    China hat bis zum Frühjahr 2021 keine neuen Verbote oder Vorschriften für Kryptowährungen erlassen. Doch bereits am 18. Mai brachen die Behörden ihr Schweigen und gaben bekannt, dass die Finanzinstitute und Zahlungssysteme des Landes von nun an keine Dienstleistungen mehr mit digitalen Vermögenswerten anbieten können.

    Am 21. Mai sagte Liu He, Vizepremier des chinesischen Staatsrats, dass die Regierung beabsichtigt, die Maßnahmen zum Mining und zum Handel mit Kryptowährungen zu verschärfen. Vor diesem Hintergrund kündigten zwei der größten Mining-Unternehmen Chinas, BTC.TOP und HashCow, an, dass sie ihre Aktivitäten in dem Land einstellen werden.

    Bereits im Juni ordneten die Behörden der Provinz Sichuan an, dass lokale Miner das Mining von Kryptowährungen einstellen müssen. Den Kraftwerken hingegen wurde untersagt, die Betriebe mit Strom zu versorgen. Die Gesamt-Bitcoin-Hash-Rate fiel auf den niedrigsten Stand seit 2019. Unmittelbar danach tauchten Berichte auf, dass Miner massenhaft Geräte in die USA verschifften – allein mit einem Flugzeug wurden etwa drei Tonnen Geräte transportiert.

    Anfang Juli kritisierte die Chinesische Volksbank Kryptowährungen, einschließlich Stabelcoins – Token, die an den Wert von echtem Geld gebunden sind. Der stellvertretende Gouverneur der Aufsichtsbehörde, Fan Yifei, bezeichnete sie als Bedrohung für das globale Finanzsystem und als spekulative Instrumente. Wenig später fiel die Bitcoin-Mining-Difficulty, die alle vierzehn Tage auf der Grundlage der Netzwerkkapazität berechnet wird, auf den niedrigsten Stand seit anderthalb Jahren. Dies deutet darauf hin, dass die Miner ihre Betriebe weiterhin stilllegen.

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